WTT im Weserbergland

Wissens- und Technologietransfer (WTT) in der

Schon mit dem Start der letzten EU-Förderperiode 2016 übernahm die Innovationsgesellschaft mbH den Dienstleistungsauftrag, kleine und mittelständissshe Unternehmen (KMU) in der Region Weserbergland zum Thema Innovationen zu beraten. Auch für die neue Förderperiode bis voraussichtlich 2029 hat sich die Innovationsgesellschaft mbH in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt und kann die KMU der Region beim Technologie- und Wissenstransfer ab dem 1. März 2024 weiterhin begleiten.

Um den Technologietransfer zu fördern, kooperieren die vier Landkreise der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) Weserbergland+, das sind die Kreise Schaumburg, Nienburg/Weser, Hameln-Pyrmont und Holzminden um gemeinsam als Region die Verbindungen zwischen KMU und der Hochschul- und Forschungslandschaft zu initiieren, zu begleiten und zu moderieren. Dabei bedienen sich die Landkreise derInnoationsgesellschaft mbH, die durch ihre umfangreiche Erfahrung im Hochschulbereich und mit den Kenntnissen über die Unternehmenslandschaft der Region diese Aufgabe ausführt. Diese Dienstleistung des Landkreises für die heimische Wirtschaft wird gefördert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Seit 2016 wurden in Summe bereits rund 1500 Unternehmen konkret angesprochen und über die Kooperationsmöglichkeiten mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen informiert. Etwa 140 Projekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wurden dabei initiiert. Die Beratung zu Förderprogrammen und die Antragsbegleitung gehören ebenso zum Leistungspaket, das für die KMU kostenlos ist.

Unser Vorgehen: Im Rahmen des Technologietransfers werden Unternehmen vor Ort besucht und in einem Erstgespräch werden die unternehmensspezifischen Probleme, Fragestellungen und ggf. bereits vorhandene Projektanfragen aufgenommen. Die Unternehmer werden über die Möglichkeiten informiert, wie und an welcher Stelle die Hochschulen eine Unterstützung bieten können und im Anschluss wird der Kontakt zum Experten hergestellt. Es folgt ein moderiertes, informelles und unverbindliches Fachgespräch vor Ort im Unternehmen oder im Institut der Hochschule. In diesem Gespräch werden die Anforderungen des Unternehmens und das Angebot der Hochschule abgestimmt. Auf dieser Basis wird dann in der Regel ein konkretes Angebot seitens der Hochschule oder Forschungseinrichtung erstellt.Die bislang durchgeführten Projekte hatten ganz unterschiedliche Inhalte und folgen mitunter auch bestimmten Konjunkturen. So waren es in der jüngsten Vergangenheit häufig Projekte mit einem Bezug zur Energieeffizienz in Unternehmen und zu Zeiten der Corona-Pandemie standen Digitalisierungsprojekte und Prozessoptimierungen im Fokus.

In Zukunft werden es vermehrt Fragen sein zu dem effizienten Nutzen von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmensalltag. Im Kern geht es aber immer wieder um Produktinnovationen. Dabei müssen Unternehmen den Markt vor Augen haben, Entwicklungen und Trends erkennen und dann rechtzeitig ein neues, innovatives Produkt platzieren. Wenn dafür die Zeit oder die Mittel fehlen, machen andere, schnellere, das Rennen. Hier kann der WTT für klein- und mittelständische Unternehmen eine große Hilfe sein, weil Recherchen, Kontakte, Entwicklungen und das Förderantragsmanagement kostenlos zur Verfügung gestellt werden.Die Größe des Kooperationsraumes REK-Weserbergland+ erlaubt darüber hinaus eine Vermittlung der Unternehmen untereinander. Oft entstehen durch diese Kombinationen neue Kooperationen zwischen den Unternehmen im Wirtschaftraum, die dann über geeignete Förderprogramme gemeinsam mit der Wissenschaft neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln.

Die Stärkung der Hochschulstandorte Hannover, Minden, Hameln, Holzminden und auch Lemgo in den vergangenen Jahren haben das Innovationsumfeld in der Region verbessert. Eine Kooperationskultur entstand und entsteht dadurch aber nicht automatisch. Flankierend zu dem Ausbau der wissenschaftlichen Einrichtungen sind in der jüngsten Vergangenheit weitere Anlaufstellen entstanden, die die Entwicklung von Unternehmen, und damit der Region, voranbringen sollen. Genannt seien hier die Zukunftsforen der REK Weserbergland+, die aus dem Fördertopf der Zukunftsregionen Niedersachsen Schwerpunktthemen bearbeiten und dabei mittels Unternehmensnetzwerken Innovationen in die Breite streuen sollen. Die Innovationsgesellschaft ist ein wichtiger Partner in diesen Netzwerken.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den REK-Landkreisen können eine EU-geförderte, kostenlose Beratung durch die von den Landkreisen beauftragte Innovationsgesellschaft mbH in Anspruch nehmen. Vor der ersten Beratung ist es erforderlich, dass die Unternehmen eine KMU-Bestätigung für die N-Bank einreichen, die von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer des Unternehmens bestätigt ist. Weitere Informationen und einen Link zum Download finden Sie hier.

Der WTT in der Praxis

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Wissens- und Technologietransfer Im Landkreis Schaumburg